Food Lügen

  • Apfelsaft: Die Verbraucherorganisation Foodwatch kritisiert die Verwendung tierischer Produkte bei der Saftherstellung. Für die Klärung von naturtrübem Apfelsaft werde oftmals Schweine- oder Rindergelatine benutzt, ohne dass dies auf den Packungen angegeben werde, erklärte Foodwatch. Verbraucher gingen aber davon aus, dass bei der Herstellung pflanzlicher Produkte wie Saft keine tierischen Stoffe eingesetzt würden – sie würden somit in ihrer Erwartung getäuscht. Foodwatch hatte den Angaben zufolge bei den größten Lebensmittelketten Edeka, Lidl und Rewe Apfelsaft, Apfelnektar und Apfelschorle verschiedener Hersteller gekauft und untersucht. Bei Apfelsaft und Apfelnektar habe die Analyse in sieben von 17 Fällen ergeben, dass der Einsatz tierischer Gelatine nicht ausgeschlossen werden könne. Dies sei auch bei fünf von 14 Apfelschorlen der Fall gewesen.
  • Brot: Auch Backwaren können tierische Produkte enthalten. Die Aminosäure L-Cystein unterstützt die Konsistenz des Teigs, damit sich dieser leichter kneten lässt. Der Zusatzstoff wird aber aus zB. Schweineborsten und Vogelfedern gewonnen. Erkennbar ist die Verwendung an der Kennzeichnung E920 – allerdings höchstens bei verpackten Backwaren. Weil die Borsten, ähnlich wie die Gelatine bei Wein und Saft, nur ein technisches Hilfsmittel sind, muss deren Verwendung nicht eigens gekennzeichnet werden. Viele Bäckereien, böten mittlerweile ein immer größer werdendes Sortiment an veganen Broten und Broten an. Um ganz sicherzugehen, empfiehlt sich: Nachfragen.
Visits: 53 | Today: 0