Wiki Amazon

Habt ihr auf Amazon schon mal ein Schnäppchen gemacht und euch gewundert wie das Produkt so billig verkauft werden kann? Oder Habt ihr manchmal extreme Preisunterschiede zwischen verschiedenen Verkäufern beobachtet?

Nun die Lösung ist etwas undurchsichtig, aber erklärbar.

Jeder Verkäufer auf Amazon erhält eine virtuelle Box die er mit einer Warengruppe füllen kann, z.B. Wasserhähne. Die legt er jetzt in seine Box in einer gewissen Anzahl X zb. 1000 Stück. Kosten sollen sie 100,-€ pro Stück. Jetzt kommt der Baumarkt xy und kauft 500 Wasserhähne. Nun kommt Hotel Z und kauft 400 Stück. Sanitärhandel braucht auch noch 90 Stück, verbleiben 10. Diese 10 Muss der Verkäufer aber erst verkaufen ehe er seine Box erneut mit Waren füllen kann. Er könnte nun warten bis User X ein, oder zwei kauft, aber so lange will er nicht warten und reduziert drastisch den Preis. Er bietet die 10 Wasserhähne zu jeweils 10 Euro an. So verkaufen sie sich schnell und er kann seine Box wieder auffüllen.

Eine zweite Möglichkeit seinen restlichen Warenbestand zu pulverisieren besteht darin, über Mittelsmänner seine Waren bei Facebook anzubieten. Auf Facebook tummeln sich inzwischen unzählige Seiten wie zb. Schnäppchenfuchs, oder Amazonhunter. Diese Betreiber verdienen Geld damit die restlichen Artikel unters Volk zu bringen. Denn je länger der Shopbetreiber keine Ware verkauft, desto weniger verdient er. Also bietet er einen gewissen Teil des Umsatzes dem nennen wir ihn mal „Schnäppchenfuchs“ an und der teilt den Amazonlink in seiner Gruppe. Dessen Mitglieder denken natürlich der „Schnäppchenfuchs“ wäre den ganzen Tag auf Schnäppchensuche bei Amazon. Er bekommt viel Dank und Anerkennung für seine „Leistung“ Eine Win Win Situation ist es aber für alle 3 Parteien. Dem Onlinehändler bei Amazon, der seine Waren schnell an den Mann/ Frau bringt, dem „Schnäppchenfuchs“ der Geld und Anerkennung verdient, und natürlich den Gruppenmitgliedern die ein Schnäppchen machen.

Diese Gruppen auf Facebook sind ein reines Onlinebusiness. Man meldet sich beim Amazon Partnerprogramm an und postet seine Links für Artikel in Facebook. Je grösser natürlich meine Gruppe ist, desto mehr Einnahmen kann ich generieren. Ab und zu fragen die Verkäufer in der Gruppe welche Sparten, oder Produktgruppen interessant für die Mitglieder sind. Dies ist natürlich kein Mutter Theresa über den Kopf streicheln Verhalten sondern knallharte Kalkulation. Je mehr Produkte ich an den Mann/ Frau bringe, desto mehr Geld verdiene ich.

Hier mal ein Auszug der Provisionen auf Amazon:

Dann ist ja noch die Situation mit den Codes auf Facebook. In manchen Angeboten zu Verkaufslinks gibt es einen Rabattcode dazu und man kann noch mal 30, 50, 70, oder manchmal auch 90% sparen. Diese Codes generieren meist neugestartete Verkäufer auf Amazon um ihre Bewertungen und den Verkaufsrang zu pushen. Je bessere Bewertungen ein Verkäufer hat und je mehr er von einem Produkt verkauft hat, umso weiter oben wird er im Ranking gelistet.

Hier noch ein Preisvergleich, da kann sich jeder sein Bild machen. Vergleicht die Kilopreise.

Die Kommentarfunktion ist offen, also wer Anregungen und Berichtigungen hat…

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