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Hochfrequente Selbsttestung von Lehrenden auf SARS-CoV-2 mit einem Antigen-Schnelltest

Ergebnisse

Es nahmen 711 LuL von 86 Schulen teil. 635 der 711 LuL (89,3 %) reichten Dokumentationsbögen ein. 11 385 Antigenschnelltests konnten so ausgewertet werden. 21 positive Antigentests wurden mittels RT-PCR überprüft. In fünf Fällen konnte eine Infektion mit SARS-CoV-2 bestätigt werden (echt positive Befunde) (Tabelle). Es lagen hohe Viruslasten in dem Cycle-Threshold(Ct-)Bereich zwischen 17,6 und 20,2 vor, der mit in-vitro Infektiosität assoziiert ist (1).

In einem Fall bestand zum Zeitpunkt der Testung eine präsymptomatische SARS-CoV-2-Infektion, in vier Fällen bereits Symptome, die häufig unspezifisch waren (Tabelle). Es wurden keine asymptomatischen Infektionen detektiert. In 16 Fällen konnte eine Infektion mit SARS-CoV-2 mittels RT-PCR ausgeschlossen werden (falsch positiver Antigentest). Häufig war bereits der erste durchgeführte Antigentest positiv (10 von 16 falsch positiven Antigentests,

62,5 %). Dies könnte auf einen persistierenden Wirtsfaktor in der Nasenschleimhaut der Studienteilnehmenden hinweisen. Protein A von Staphylococcus aureus oder von anderen koagulase-positiven Staphylococcus-Spezies können die Fc-Region von IgG binden und so zu falsch reaktiven Befunden in einem Lateral-Flow-System führen (5). Sieben falsch reaktive Proben wurden mittels PCR (target: nuc and MREJ) und Kultur auf Staphylococcus aureus untersucht: S. aureus konnte in sechs von sieben Proben (85,7 %) nachgewiesen werden.

In vier Fällen wurde eine extern mit einer PCR bestätigte SARS-CoV-2-Infektionen während der Studienzeiten angegeben, die durch die Antigentestung laut Aussage der Probanden nicht erkannt wurde (vermutlich falsch negative Antigentests). Ein ungültiges Testergebnis (keine Färbung der Kontrollbande) wurde bei 49 von 11 385 Tests dokumentiert (0,43 %). 92,0 % der Studienteilnehmenden gaben an, nie Schwierigkeiten in der technischen Durchführung des Tests gehabt zu haben, 7,0 % selten, 1,0 % gelegentlich und 0,0 % häufig.